Chronic

Es soll auch heute noch Leute in und um Eller geben, die den Namen „Hötter Jonges“ nicht richtig zu deuten wissen.

Woher also kommt der Name?

Also, „Hött“ das ist auf Düsseldorfer Platt sowohl die Bezeichnung für eine „Hütte“, als auch für eine „Ecke“.

Dies ist u.a. auch dem Düsseldorfer Mundartwörterbuch von Heinrich Carl Ständer „Wie säht mer dit on dat op Düsseldorfer Platt“ zu entnehmen. Um eine Ecke handelt es sich nun auch bei unserer Hött. Diese Ecke, das sind die Straßenzüge Am Straußenkreuz, Ludwigstrasse und Werstener Feld, bis zum Friedhof Eller.

Dieser Teil des damaligen alten Ellers war durch die 1845 gebaute Bahnlinie „Köln-Düsseldorf-Münster“ optisch vom eigentlichen Kern Eller abgeschnitten. Im Volksmund hieß diese Ecke dann sehr schnell „de Hött“

ln dieser Hött wurde die K.G. Hötter Jonges seinerzeit gegründet.

Durch die spätere Besiedelung ist die seinerzeitige Trennung zwar weitgehend verloren gegangen, jedoch hat sich der Name „Hött“ bis heute gehalten. Hier wurde dann im Jahre 1947 die Idee geboren, in der Hött eine eigene Karnevalsgesellschaft zu gründen.

Es wurde zur offiziellen Gründungsversammlung eingeladen, die bereits am 1. März 1948 im damaligen Restaurant Robert Eikelpoth stattfand. Hierbei erklärten 27 Personen ihren Eintritt in die neu gegründete Karnevalsgesellschaft.

Gemäß Verordnung Nr. 122 der damaligen Militärregierung hatten sich alle Vereine registrieren zu lassen. Mit Schreiben an den Oberstadtdirektor vom 16. April 1948 wurde dieser Verordnung entsprochen. Die Antwort mit Schreiben vom 17. April 1948 war prompt. Die Gesellschaft war als nicht rechtsfähiger Verein unter der Nr. K/100/48 registriert. Der auf der Gründungsversammlung vorgelegte Satzungsentwurf wurde etwas später modifiziert und der Gründungstag auf den 1. März 1948 festgelegt.

Im Volksmund hießen dann alle Häuser hinter dem Bahndamm sehr schnell die „Hött“. Diese Häuser waren seinerzeit nicht schöner, aber auch keineswegs schlechter als im übrigen Eller. Auf keinen Fall waren es „Hütten“, wie es verschiedentlich auch schon zu lesen war.

Dieser Ausschnitt einer Landkarte aus den 20er Jahren zeigt noch die direkte Verbindung Straußenkreuz – Alt Eller. Die Bahnlinie Düsseldorf-Köln liegt noch zu ebener Erde. Eller ist optisch eine Einheit, die „HÖTT“ gibt es noch nicht.

 

Ausschnitt einer Landkarte des heutigen Stadtbezirks 8. Die ∼∼ Linie zeigt die “ HÖTT“. welche durch den Bahndamm optisch vom Kern Eller getrennt ist.
Gaststätte „EN DE HÖTT“

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