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KG Hötter Jonges e.V. 1948

Inhalt

Von der HÖTT bis zum KIKWEG

1948 -1952, die Jahre in der "Hött"

Teil 1: Die Hött, was ist das?

Strassenkarte In de Hoett

Es soll auch heute noch Leute in und um Eller, ja sogar Mitglieder geben, die den Namen "Hötter Jonges" nicht richtig zu deuten wissen. Woher also kommt der Name??

Also, "Hött" das ist auf Düsseldorfer Platt sowohl die Bezeichnung für eine "Hütte", als auch für eine "Ecke". Dies ist u.a. auch dem Düsseldorfer Mundartwörterbuch von Heinrich Carl Ständer "Wie säht mer dit on dat op Düsseldorfer Platt" zu entnehmen. Um eine Ecke handelt es sich nun auch bei unsrer Hött.
Diese Ecke, das sind Foto Strassenschilder Straßenzüge Am Straußenkreuz, Ludwigstraße und Werstener Feld, bis zum Friedhof Eller.
Dieser Teil des damaligen, alten Ellers war durch die 1845 gebaute Bahnlinie "Köln-Düsseldorf-Münster" optisch vom eigentlichen Kern Eller abgeschnitten. Im Volksmund hieß diese Ecke dann sehr schnell "de Hött". In dieser Hött, wurde die K.G. Hötter Jonges seinerzeit gegründet. Durch die spätere Besiedelung ist die seinerzeitige Trennung zwar weitgehend verloren gegangen, jedoch hat sich der Name "Hött" bis heute gehalten. Sicherlich ist dies auch auf unseren Vereinsnamen zurückzuführen.

Teil 2: Die Gaststätten in der "Hött"

In den Jahren nach dem Krieg gab es in der Hött drei Gaststätten und zwar:

Teil 3: Die Gründung

Nachdem diese Idee dann einmal geboren war, nahmen August Herzig, Willi Schippers und Paul Spinnrock das Weitere in Angriff.

Nach einigen Treffen mit anderen Freunden setzten sie sich zusammen und zimmerten mit Datum vom 18. Februar 1948 einen Satzungsentwurf. Aus den ersten Silben ihrer Vornamen bastelten sie hierfür den Vereinsnamen

Karnevalsgesellschaft "Äuwipa"

Dann wurde zur offiziellen Gründungsversammlung eingeladen, die bereits am 1. März 1948 im Restaurant Robert Eikelpoth stattfand. Hierbei erklärten 27 Personen ihren Eintritt in die neu gegründete Karnevalsgesellschaft.

Auch der gewählte Name "Äuwipa" fand Anklang, allerdings war es der Wille der Mehrheit diesen Namen mit dem Zusatz "Hötter Jonges" zu versehen.
Gemäß Verordnung Nr. 122 der damaligen Militärregierung, hatten sich alle Vereine registrieren zu lassen.
Mit Schreiben an den Oberstadtdirektor vom 16. April 1948 wurde dieser Verordnung entsprochen.
Die Antwort mit Schreiben vom 17.4.1948 war prompt (so schnell ging es damals noch). Die Gesellschaft war als nicht rechtsfähiger Verein, unter der Nr. K/100/48 registriet.

Der auf der Gründungsversammlung vorgelegte Satzungsentwurf wurde etwas später modifiziert und der Gründungstag auf den 01. März 1948 festgelegt.

Nachdem der Präsident August Herzig schon nach kurzer Zeit ausgetreten war, entschloss man sich noch im Jahre 1948 den Zusatz "Äuwipa" zu streichen und nannte sich von da an

Karnevalsgesellschaft "Hötter Jonges"

Diese, wie auch einige andere in der ersten Satzung festgelegte §§ wurden schrittweise verändert und jeweils von Hand in der Satzung geändert. Hierzu gehörte u.a. auch das Streichen des § 4 Pflichten der Mitglieder und § 7 Wirkungsbereich.

In § 4 war festgelegt:
Alle Mitglieder haben, je nach Können, selbstverfasste oder von anderen verfasste Büttenreden vorzutragen.
Es war also daran gedacht, dass die Programme weitgehendst von den Mitgliedern bestritten werden sollten. Ein lobenswerter Entschluss, jedoch zeigte sich recht bald, dass damit keine Blumentöpfe zu gewinnen waren.
§7 Wirkungsbereich lautete:
Es können nur Anwohner der Straßen am Straußenkreuz, Ludwigstraße, Werstener Feld ab Autobahn bis Eisenbahnbrücke (also aus der Hött) sowie der Siedlung am Abstellbahnhof aufgenommen werden.
Also, dies war natürlich eine recht seltsame Einschränkung. Bevor es dann zu Ausnahmen gekommen war, wurde dieser § dann auch gestrichen.

Der Name Hötter Jonges hat in der öffentlichkeit häufig dazu geführt, anzunehmen wir kämen aus Gerresheim, Presse und Fernsehen hatten uns immer wieder mit der Gerresheimer Glashütte in Verbindung gebracht.
Deshalb gab es immer wieder überlegungen, den Vereinsnamen zu ändern. Es gab diesbezüglich auch einmal einen Versammlungsbeschluß den Namen in Karnevalsgesellschaft "lila-weiß, Düsseldorf-Eller" umzubenennen. Dies wurde jedoch vom Vorstand schlicht und einfach ignoriert. Sicherlich auch deshalb, weil es uns durch entsprechende Aufklärung gelang, die öffentlichkeit richtig zu informieren. Heute ist dies denn auch kein Thema mehr.